ALLERBESTER KRAM

Ein Blog über's Selbermachen und über's Genießen

4. August 2016
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Pippilotta oder der Segeltörn ohne den Käpt’n

Pippilotta 2016

Das Warten hat sich gelohnt. Jetzt ist es soweit. Der Bericht über eine ungewöhnliche Seereise geht online. Ungewöhnlich, weil etwas nie Dagewesenes passiert ist: Der Käpt’n blieb mit Kind und Hund zuhause! Aber der Reihe nach…

Mittwoch, 22. Juni 2016

Zu Anfang der jährlichen Segeltour steht wie immer der Einkauf im Nah- & Frisch-Markt bei Volker Clausen. Im vergangenen Jahr hatten wir die glorreiche Idee, die Lebensmittel direkt im Supermarkt nach Tagen sortiert in Kisten zu verpacken, um die Sucherei an Bord zu minimieren. Womit wir nicht gerechnet hatten: als die fertig gepackten Kisten im Lagerraum zur Abholung bereit standen, störte sich ein eifriger Mitarbeiter daran, dass viele Kisten nur halb gefüllt waren. Flugs wurde zusammengepackt, was sich zusammenpacken ließ, die Anzahl der Kisten wurde deutlich reduziert – ist doch viel praktischer….

Diese Art von gut gemeinter Hilfe sollte nicht wieder vorkommen. Das haben wir erfolgreich verhindert! Alles klappte nach Plan, und pünktlich um 19:00 Uhr trafen die Lebensmittel und Getränke in Kappeln ein. Außerdem mit dabei: 30 Liter Westfälische Graupensuppe. Nach dem Abladen und (seefest) Verstauen sollte es zum gemütlichen Teil übergehen. Die bemerkenswerte Irish-Folk-Gruppe Drumchapel Mist gab ein Konzert für die Mitsegler und Freunde. Dazu besagte Graupensuppe, was vor allem den Multiinstrumentalisten der Gruppe (Ingo) in Verzücken setzte. Vier Teller hat er nach eigenen Angaben geschafft!

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Donnerstag, 23. Juni 2016

Pippilotta 2016

Pippilotta ist startklar. Bisher war alles gelaufen wie immer. Käpt’n Hartwig und seine Frau Bine waren am Vorabend dabei. Begrüßung. Alles wie immer. Kurz vor der Brückenöffnung rollt auch heute, wie immer, der alte weiße Volvo vor. Hartwig und Bine sind endlich da, und es wird auch langsam Zeit, denn gleich wird die Brücke geöffnet. Und irgendwie merken alle, dass heute irgendetwas anders ist. Beim Ablegen wird es dann allen klar: wir fahren ohne den Käpt’n!

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Zum ersten Mal in seinem Leben wirft Hartwig die Leinen seines Schiffes los… und bleibt mit Hund und Kind an Land! Aber keine Sorge, wir sind in guten Händen. Schließlich hat Bine alle erforderlichen Befähigungen um das „Grüne Ungeheuer“, wie das Schiff in Seglerkreisen schon mal liebevoll genannt wird, durch die Ostsee zu bewegen: 43,5 m Länge, 586 qm Segelfläche, 360 t Verdrängung und ein Diesel mit 425 PS.

Pippilotta 2016

Unterstützt wird Bine von Bootsfrau Liv – hier bei der Sicherheitsunterweisung. Auch wenn Liv wie Bine das Patent besitzt, kann es nur eine Kapitänin geben. Deshalb ist Liv diesmal Bootsfrau.

Pippilotta 2016

Gebannt lauschen wir Livs Ausführungen. – Man beachte bitte das Brillenband: Das habe ich von den Mitseglern (Danke dafür!) geschenkt bekommen, damit so ein Malheur wie letztes Jahr nicht wieder vorkommen kann. 😉

Pippilotta 2016

Und wie jedes Jahr: Hans und sein Dudelsack. Ablegen und Anlegen sind ohne Dudelsackmusik nich denkbar…

Pippilotta 2016

Sobald wir die Schlei verlassen haben, werden die Segel gesetzt und wir nehmen Kurs auf Marstal. Den Roman „Wir Ertrunkenen“ von Carsten Jensen kann ich an dieser Stelle jedem ans Herz legen, der mehr über die Geschichte von Marstal, wo die berühmten Marstal-Schoner gebaut wurden, erfahren will.

Pippilotta 2016

Seefahrt macht hungrig; Matjesbrötchen stillen den Hunger…

Pippilotta 2016

Apropos Hunger. Zwei unserer Mitsegler hatten die verwegene Idee, einen fränkischen Abend zu veranstalten. Gesagt, getan, die beiden haben fränkisches Bier, Kloßteig und Schäufele direkt aus Franken importiert. Dazu sollte es Rahmwirsing geben. 30 Personen an Bord. Auf obigem Foto liegen 20 Schäufele in zwei Reihen; mit der dritten Reihe ist das Blech bis auf den letzten Quadratzentimeter ausgereizt. 12 kg Schäufele, dazu das Gemüse, etwas Flüssigkeit und nicht zuletzt das recht massive Blech: das dürften ca. 18 kg Gesamtgewicht sein. Bis dahin alles Maßarbeit. Der Plan war, die Schäufele wie im Bild zu sehen in den Ofen zu geben, um sie nach der halben Garzeit zu wenden, damit dann die bereits gegarte Schwarte schön knusprig wird. Daraus sollte aber nichts werden. Die Führungsschienen für das Blech waren den hohen Anforderungen nicht gewachsen, das Blech rutschte heraus, der Saft ergoss sich in den Backofen. In einer heldenhaften Rettungsaktion konnte das Blech bei 200° Hitze soweit fixiert werden, dass das Fleisch in Ruhe zuende garen konnte, aber an’s Wenden hat sich niemand mehr herangetraut.

Pippilotta 2016

So mussten wir auf die Kruste verzichten. Geschmeckt hat’s allen trotzdem hervorragend. Zum Nachtisch: Quark-Mascarpone-Creme mit frischen Erdbeeren.

 Pippilotta 2016

Zum Ausklang dieses ersten Segeltages gab es ein Gewitter – ein Naturschauspiel erster Güte! Leider hat niemand es geschafft, die bizarren Blitze fotografisch festzuhalten. Schade!

Freitag, 24. Juni 2016

Von Marstal soll es weitergehen zur kleinen Insel Lyö. Wer den Bericht vom letzten Jahr gelesen hat, wird feststellen, dass wir schon im letzten Jahr dort waren. Also, es verhält sich so: Eigentlich sind wir jedes Jahr einmal auf Lyö. Die Dänische Südsee ist nun mal nicht so groß, und mit einem 45-Meter-Schiff kann man nicht überall mal eben festmachen. Auf dem Weg dorthin gibt es viel zu tun. Schließlich ist das legendäre Käptn’s (Kapitänin’s ??? – wir lassen das mal…) Dinner angesagt. Vitello tonnato, Melanzane alla Cantanzara, Ochsenschwanzragout mit Tagliatelle und Herrencreme mit Safranbirne stehen auf dem Programm. An die Arbeit, Männer…

Pippilotta 2016

Pippilotta 2016

Pippilotta 2016

Das Ochsenschwanzragout kann jetzt vor sich hin schmoren. Arbeit wird es nochmal geben, wenn das Fleisch von den Knochen gelöst werden muss. Langsam schreitet die Zeit voran. Es wird letzte Hand an die Melanzane gelegt…

Pippilotta 2016

Zwischdurch Backschaft – der ganz normale Wahnsinn in der Pippilotta-Kombüse

Pippilotta 2016

Vitello tonnato. Der Musterteller.

Pippilotta 2016

Der Teil der Mannschaft, der nicht in der Kombüse beschäftigt war, nahm die Gelegenheit zu einem Inselrundgang und zu einem Besuch beim Insel-Kaufmann wahr. Dort werden auch alkoholhaltige Getränke ausgeschenkt. Unter anderem „Fiske“, ein Kräuterschnaps, der in Reagenzgläsern verkauft wird. Nach der Einnahme eines oder mehrerer Aperitifs wurden alle freundlicherweise vom Kaufmann mit dem Kühltransporter zurück zum Schiff gebracht 🙂

Pippilotta 2016

Inzwischen ist angerichtet.

Pippilotta 2016

Trrrrrrrrommelwirbel! Hier sehen wir erstmals die Käpitänin, in Schale, zum Käptn’s Dinner ohne den Käpt’n! Daneben Fiete. Guckt, als sei er ihr Adjutant…ist er aber nicht!

Pippilotta 2016

Herrencreme und Safranbirne zum Dessert…

Pippilotta 2016

Soweit der Freitag. Eigentlich sollte auf das Menü wie im Vorjahr ein Whisky-Tasting (natürlich wieder mit Herrn Lüning) folgen. Es erschien uns vernünftig, davon Abstand zu nehmen und die Probe lieber auf den nächsten Abend zu verschieben. Der Rest des Abends verlief dann bei Wein und Bier ohne besondere Vorkommnisse.

Samstag, 25. Juni 2016

Grau und verhangen präsentiert sich der Samstag. Zeitweise regnet es. Aber wir müssen weiter – nach Sonderburg.

Pippilotta 2016

Pippilotta 2016

Bei gutem Wetter ist dies eine der schönsten Ecken der Dänischen Südsee: der Als Sund. Aber heute freuen wir und auf die Ankunft in Sonderburg. Im Hintergrund sieht man schon die Brücke. Kurz danach kommt die Klappbrücke.

Pippilotta 2016

Angekommen. Kurz nach uns kommt die Fortuna und geht längsseits. Das kleine blaue Schiff hinter der Pippilotta ist übrigens die Bodil, auf der ich letztes Jahr die Haikutterregatta mitgefahren bin.

Pippilotta 2016

In der Zwischenzeit haben wir natürlich gearbeitet. Statt des traditionellen Grillabends soll es heute Burger geben. Pulled Pork haben wir auf dem Herd etwas improvisiert. Das hat ganz gut geklappt. Hier kann man es sehen. Dazu gehört unbedingt eine BBQ-Sauce, die wir unterwegs natürlich auch gekocht haben. Und Coleslaw. Haben wir auch gemacht!

Pippilotta 2016

Weiterhin haben wir keine Mühen gescheut und im mitgebrachten Fleischwolf ein Stück Rinderhüfte zu Hackfleisch für Patties verarbeitet. Das Burger-Relish aus Cheddar, Gurken, Tomaten und Zwiebeln hat sich als sehr praktisch erwiesen. 30 Burger sind damit relativ schnell gemacht.

Pippilotta 2016

Über dem Grill hängt die große Regenplane; wir sind für alles gerüstet und lassen uns den Spaß nicht verderben!

Pippilotta 2016

60 Burger. 30 mit Pulled Pork, BBQ-Sauce und Coleslaw, 30 mit Rindfleisch und Burger-Relish – das reicht aus, um 30 Leute pappensatt zu machen! Und dann kommt das verschobene Whisky-Tasting gerade recht.

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Dalwhinnie 15 yo, Highland Park 12 yo, Springbank Ten, Bowmore 12 yo und Laphroaig Quarter Cask. In dieser Reihenfolge. Zwischendurch jeweils eine musikalische Einlage von Hans und Fiete. Die Überraschung an diesem Abend: auch Liv stellte ihre musikalischen Fähigkeiten unter Beweis. Ein schöner Ausklang nach diesem Regentag.

Sonntag, 26. Juni 2015

Start in Sonderburg. Kurs auf Schleimünde. Bestes Wetter. Nach dem Verlassen des Hafens der Blick auf die Düppeler Schanzen: sehr geschichtsträchtig!

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Noch einmal kommt der große Suppentopf zu Ehren. Es gibt als letzte Mahlzeit auf diesem Törn eine Minestrone. Vegetarisch – aber mit viel Parmesan.

Pippilotta 2016

Pippilotta 2016

Und kaum ist die Suppe alle, erreichen wir Schleimünde. Ein Stückchen weiter zeigt sich das Fischerdorf Maasholm mit seiner riesigen Marina von seiner schönsten Seite.

Pippilotta 2016

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Kurze Zeit später erreichen wir Kappeln. Wie jedes Jahr folgt das Verlesen des Bordtagebuchs, was immer für viel Heiterkeit sorgt. Das Schiff wird aufgeräumt, entladen, und dann natürlich das oblgatorische Gruppenfoto.

Pippilotta 2016

Die Reise ist zuende. Dass dies die erste Fahrt ohne Hartwig war, erfahren wir erst jetzt. Im nächsten Jahr wieder. Mit oder ohne den Käpt’n. Der Termin steht: 04. bis 10. September 2017.

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12. Juli 2016
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Wer Honig macht, hat Honig – wer Honig hat, macht Honigeis!

Es hat sich inzwischen ja herumgesprochen, dass ich Bienen und damit meinen eigenen Honig habe. Die Frühtracht (Rapshonig) ist abgefüllt und wenn es auch nicht viel ist, ist er auf jeden Fall sehr gut. Jetzt warten wir auf die Sommertracht, die in unseren Breiten immer eher spärlich, aber dafür von bester Qualität ist.

Zum Einstimmen folgen hier ein paar Bilder von der Honigernte. Der Anblick dieser voll verdeckelten Wabe lässt das Herz jedes Imkers höher schlagen.

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Nach dem Entdeckeln sieht man Honig, Honig, Honig…

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Und jetzt kommt’s: die ersten Tropfen meines ersten Honigs!

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Das alles ist schon wieder vier Wochen her. Der Honig wurde nach dem Schleudern sehr schnell fest und musste bereits nach drei Tagen in einer Blitzaktion abgefüllt werden. Jetzt warte ich auf die Etiketten vom Deutschen Imkerbund…

Apropos: Das berühmte Honigetikett, der Gewährverluss des Deutschen Imkerbundes ist ein geschütztes Warenzeichen und damit eine Qualitätsgarantie. Die Anforderungen des Deutschen Imkerbundes für die Honigherstellung gehen weit über die der Honigverordnug hinaus. Der höchstzulässige Wasseranteil im Honig beträgt 20% nach der Honigverordnung, aber nur 18% nach den Richtlinien des Imkerbundes. Das ist der augenfälligste und wichtigste Unterschied. Weiterhin darf der Honig nicht erhitzt werden, was bei industriell verarbeitetem Honig aber – besonders um ihn flüssig zu machen – gang und gäbe ist.

Die gängigen vom Imker hergestellten Honigsorten kristallisieren und werden dabei fest. Das hat etwas mit dem Traubenzuckeranteil zu tun. Nur wenige Honigsorten – z. B. der Akazienhonig – bleiben auf Dauer von Natur aus flüssig. Die meisten im Handel angebotenen flüssigen Honige sind wärmebehandelt und haben bei dieser Prozedur Qualitätseinbußen erlitten. Deswegen lohnt es sich, darüber nachzudenken, wie man die Verwendung von flüssigem Honig vermeiden kann. Eine leichte Erwärmung bis zu 40° schadet dem Honig nicht und reicht aus, ihn für die Verarbeitung zu verflüssigen. So bei meinem Honigeis.

Der Idee zu diesem Honigeis folgte natürlich die Internetrecherche. Dabei stieß ich auf ein aufwändiges Dessert von Johannes King, und ein Bestandteil dieses Desserts war Honigeis. Meine Abwandlung besteht darin, dass ich den (festen) Honig erst zugebe, wenn beim Abkühlen der fertigen Eismasse eine Temperatur von 40° erreicht ist.

Im übrigen ist alles ganz einfach. 250 ml Milch und 250 ml Sahne werden mit einer aufgeschlitzten Vanillestange erhitzt, aber nicht gekocht. 6 Eigelb werden über dem heißen Wasserbad cremig aufgeschlagen. Dazu kommt die auf ca. 70° abgekühlte Milch-Sahne-Mischung. Unter Rühren wird die Masse „zur Rose abgezogen“, und wenn die Temperatur dann im kalten Wasserbad bei 40° angekommen ist, kommen 110 g (Raps-) Honig dazu. Rühren, bis der Honig geschmolzen ist, dann weiter kühlen und schließlich bis zur weiteren Verarbeitung in den Kühlschrank stellen.

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Die Masse kommt dann in die Eismaschine und danach in einem passenden Gefäß in den Tiefkühler.

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Besonders gut macht sich die Kombination mit Erdbeeren, und die Konsistenz und der Geschmack dieses Eises sind einfach umwerfend. Sehr gehaltvoll! Deshalb gibt’s nur eine Kugel 😉

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REZEPT Honigeis

 

28. Juni 2016
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Der Holunder blüht…

…im Knick, gerade mal 10 Meter hinter unserem Estragon. Wir leben hier in einer Knicklandschaft. Und die Grundstücksgrenze des benachbarten Pastorats ist mit typischen Knickgehözen bepflanzt, also auch mit Holunder.

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Es sind nur wenige Schritte zum Objekt der Begierde. So ist in wenigen Minuten die benötigte Menge gesammelt, von Stielen befreit und in ein großes Spannbügelglas verfrachtet.

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Apfelsaft darübergießen, verschließen und bei Zimmertemperatur 24 Stunden ziehen lassen.

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Nun kommt der Saft in einen ausreichend großen Topf, die Blüten bleiben zurück in einem feinen Sieb.

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500 g Gelierzucker 2:1 je 700-ml-Flasche Saft zugeben und alles nach Anweisung kochen. Sehr heiß in vorbereitete Twist-off-Gläser füllen und bis zum nächsten Tag stehen lassen. Ganz einfach zu machen, ganz lecker:

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REZEPT Holunderblüten-Apfel-Gelée

22. Mai 2016
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Schweinefilet, Garnelen und scharfe Estragonsauce

Inzwischen ist er einen Meter hoch, unser französischer Estragon. Bei guten Bedingungen kann er so aussehen:

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Vor vielen Jahren gab es das Rezept zum folgenden Gericht in der Essen & Trinken. Schweinefilet mit Scampi in Estragonsauce hieß das damals. Heute  wissen wir natürlich alle, wie das ist mit den Scampis Scampi, den echten Scampi und den Riesengarnelen. Zuchtgarnelen kaufe ich alllenfalls noch, wenn sie Bio sind, wie die Fördegarnelen (White Tiger)  aus Strande bei Kiel. Oder aber Wildfanggarnelen. Die kosten eine Keinigkeit und kommen dann eben entsprechend selten auf den Tisch. Aber einmal im Jahr, wenn der Estragon anfängt zu wuchern, muss das sein.

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Estragon, rote Chilischoten, Knoblauch und Sahne: das wird die Soße. Und dann brauchen wir Schweinefilets. Vom Schlachter des Vertrauens natürlich.

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Die werden nach dem Anbraten bei maximal 120° im Ofen zuende gegart. Im Bratensatz werden Knoblauch und Chilis angedünstet, dann wird reichlich Sahne angegossen. Soße salzen, auf kleiner Flamme etwas einkochen lassen und in der Zwischenzeit die Garnelen in Olivenöl braten. Die Garnelen ebenfalls nur mit Salz würzen.

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Kleingeschnittenen Estragon zur Soße geben, die Schweinefilets in Scheiben schneiden und zur Soße geben, die gebratenen Garnelen obendrauf. Das Gericht ist durchaus rustikal genug, um in der Pfanne serviert zu werden.

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Dazu gibt es nur ein paar Scheiben Baguette und unbedingt einen Wein der über etwas Restsüße verfügt. Die gute alte Scheurebe erlebt gerade eine Renaissance und kommt wie gerufen. In Essenheim bei Mainz gibt es drei Brüder, einen Önologen, einen Geologen und einen Historiker, die gemeinsam das elterliche Weingut fortführen. Ich bin von dem, was die drei da treiben, restlos fasziniert und kann die Adresse nur wärmstens empfehlen. Weingut Wagner, Essenheim. Zu unserer Garnelenpfanne gibt es die „Wuchtbrumme“, Scheurebe, alte Reben, fantastisch!

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Ein kleines Festessen…

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REZEPT Schweinefilet mit Scampi und Estragonsauce

29. April 2016
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Zwischendurch: Ein Bärlauchsüppchen

Der Bärlauch im Garten ist in diesem Jahr nicht zum Zuge gekommen. Zu nass, zu kalt? Ich dachte zwischendurch, er sei eingegangen. So Schlimm war’s dann zwar nicht, aber die spärliche Ernte hat nicht einmal für eine Mahlzeit gereicht. Sei’s drum, der örtliche Gemüsehändler hat welchen, und wir müssen keinen Verzicht üben 😉

Ein schnelles, leichtes Rezept für ein Bärlauchsüppchen ist das Folgende. Basis ist meine gute ultimative Hühnerbrühe, die ein wenig durch Zufall entstand. Wie man das macht? Wir hatten vom Bauern 2 Hähnchen bekommen. Schenkel, Flügel und Brüste hatte ich abgetrennt und eingefroren.

Für die Brühe nehme man die zwei Karkassen, ein wenig Suppengrün, Salz und Macisblüte und natürlich Wasser. Das Ganze koche man bei ganz kleiner Hitze mit aufgelegtem Deckel. Und man muss das unbedingt abends machen. Wichtig ist nämlich, dass man jetzt ins Bett geht und vergisst, den Herd abzuschalten! Der Duft, wenn man am nächsten Morgen die Küche betritt, ist umwerfend und die Brühe unglaublich lecker…

Für Die Suppe brauchen wir: Hühnerbrühe, eine Handvoll Bärlauch, Sahne, Salz und eine ganz kleine Prise Cayennepfeffer oder Piment d’Espelette. Für die Croutons Würfel von dunklem Brot und etwas Olivenöl, dann ein Stück Stremellachs (bei mir selbst geräuchert) und evtl. noch etwas Crème fraîche.

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Die Brotwürfel im Olivenöl kross rösten, den Lachs von der Haut nehmen, in mundgerechte Stücke schneiden und auf die Suppenteller verteilen. Bärlauch in feine Streifen schneiden. Etwas Bärlauch beiseite legen. Der wird über die fertige Suppe gestreut. Den Rest in wenig Hühnerbrühe garen, mit dem Schneidstab oder im Blender pürieren, Brühe bis zur gewünschten Menge und einen Schuss Sahne zugeben, mit Salz Cayennepfeffer (Piment d’Espelette) abschmecken, dann mit dem Pürierstab kurz „hochziehen“  – fertig.  Die Suppe zum Lachs geben, Croutons und restlichen Bärlauch darüber verteilen, etwas Crème fraîche in die Mitte (fehlt leider auf dem Foto 🙁  )  Voilá:

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REZEPT Bärlauchsüppchen

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Dies ist ein Beitrag zum Blogevent „Bärlauchliebe“ bei Giftigeblonde, an dem ich mich gerne beteilige.

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