La Tartiflette

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Heute mal nicht regional, sondern Frankreich. Auch nicht saisonal. Bei den herrschenden Temperaturen kommt noch keine Frühlingsstimmung auf. Der Bärlauch dümpelt vor sich hin und kann sich nicht zum Wachsen entschließen und wenn ich mir meine Bienen angucke, kann ich nur sagen: allerhöchste Zeit, dass es wärmer wird. Bis es soweit ist, erstmal noch ein eher herbstliches oder winterliches Gericht: La Tartiflette!

Was hat es nun auf sich mit der Tartiflette? Sie ist mir in der letzten Zeit mehrmals über den Weg gelaufen. In Blogs, im sonstigen Internet und schließlich im Slow-Food-Magazin. So kamm es zu dem Entschluss, sie den Lesern, die sie vielleicht noch nicht kennen, vorzustellen. Tartiflette geht einfach, schnell und ist extrem lecker. Wichtig ist nur noch ein passender Wein dazu! Extraktreich und nicht zu leicht sollte er sein, aber weiß.

Das Rezept stammt laut Wikipedia aus den 80er Jahren des  letzten Jahrhunderts und wurde entwickelt und verbreitet vom „Syndicat interprofessionnel du Reblochon“ (klingt gut, oder?). Reblochon ist der entscheidende Bestandteil der Tartiflette, um dessen Vermarktung sich eben jenes Syndikat kümmert. Nebenbei bemerkt ist die ganze Geschichte regional gesehen in Savoyen anzusiedeln.

Es gibt viele Varianten des Rezeptes und nach einigem Recherchieren und Ausprobieren ist meine Vorgehensweise die folgende. Zwiebeln pellen und grob würfeln oder in Streifen schneiden. Speck in Scheiben und diese in Streifen schneiden. Beides in Butterschmalz anbraten, etwas trockenen Weißwein zugeben und garen, bis die Zwiebeln weich und gerne auch leicht gebräunt sind.

Währenddessen Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben hobeln. Knoblauch pellen und sehr fein würfeln. Beides vermengen und salzen. Oft wird angegeben, dass die Kartoffeln vorgekocht werden sollen. Darauf verzichte ich. Da der Gratin im Ofen ohnehin ca. 30 Minuten braucht, bis der Käse zerlaufen ist und eine Kruste bildet, kann ich auch noch ein paar Minuten bei kleinerer Hitze zugeben und habe diesen Arbeitsschritt gespart.

Die Hälfte der Kartoffeln in eine Auflaufform geben. Die Speck-Zwiebelmischung darauf und darauf die restlichen Kartoffeln. Etwas Sahne darüber gießen. Und nun der Käse. Es wird immer wieder beschrieben, dass der Käse horizontal halbiert werden soll, und die Hälften mit der Haut nach oben auf die Kartoffeln gelegt werden soll. Das gibt zugegebenermaßen eine schöne Kruste. In Abhängigkeit von der verwendeten Menge Kartoffeln kann das aber auch ganz schön käselastig werden. Ich verzichte daher auf die Schönheit der Kruste und schneide den Käse ganz klassisch in Scheiben, mit denen ich den Auflauf belege. Mit der Menge bin ich so sehr flexibel.

Und dann in den Ofen. 170° Umluft.

 

Serviert wird die Tartiflette mit etwas grünem Salat und einem passenden Wein. In diesem Fall ist das ein Gewürztraminer von der Unstrut.

 

REZEPT La Tartiflette

 

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