Wer Honig macht, hat Honig – wer Honig hat, macht Honigeis!

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Es hat sich inzwischen ja herumgesprochen, dass ich Bienen und damit meinen eigenen Honig habe. Die Frühtracht (Rapshonig) ist abgefüllt und wenn es auch nicht viel ist, ist er auf jeden Fall sehr gut. Jetzt warten wir auf die Sommertracht, die in unseren Breiten immer eher spärlich, aber dafür von bester Qualität ist.

Zum Einstimmen folgen hier ein paar Bilder von der Honigernte. Der Anblick dieser voll verdeckelten Wabe lässt das Herz jedes Imkers höher schlagen.

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Nach dem Entdeckeln sieht man Honig, Honig, Honig…

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Und jetzt kommt’s: die ersten Tropfen meines ersten Honigs!

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Das alles ist schon wieder vier Wochen her. Der Honig wurde nach dem Schleudern sehr schnell fest und musste bereits nach drei Tagen in einer Blitzaktion abgefüllt werden. Jetzt warte ich auf die Etiketten vom Deutschen Imkerbund…

Apropos: Das berühmte Honigetikett, der Gewährverluss des Deutschen Imkerbundes ist ein geschütztes Warenzeichen und damit eine Qualitätsgarantie. Die Anforderungen des Deutschen Imkerbundes für die Honigherstellung gehen weit über die der Honigverordnug hinaus. Der höchstzulässige Wasseranteil im Honig beträgt 20% nach der Honigverordnung, aber nur 18% nach den Richtlinien des Imkerbundes. Das ist der augenfälligste und wichtigste Unterschied. Weiterhin darf der Honig nicht erhitzt werden, was bei industriell verarbeitetem Honig aber – besonders um ihn flüssig zu machen – gang und gäbe ist.

Die gängigen vom Imker hergestellten Honigsorten kristallisieren und werden dabei fest. Das hat etwas mit dem Traubenzuckeranteil zu tun. Nur wenige Honigsorten – z. B. der Akazienhonig – bleiben auf Dauer von Natur aus flüssig. Die meisten im Handel angebotenen flüssigen Honige sind wärmebehandelt und haben bei dieser Prozedur Qualitätseinbußen erlitten. Deswegen lohnt es sich, darüber nachzudenken, wie man die Verwendung von flüssigem Honig vermeiden kann. Eine leichte Erwärmung bis zu 40° schadet dem Honig nicht und reicht aus, ihn für die Verarbeitung zu verflüssigen. So bei meinem Honigeis.

Der Idee zu diesem Honigeis folgte natürlich die Internetrecherche. Dabei stieß ich auf ein aufwändiges Dessert von Johannes King, und ein Bestandteil dieses Desserts war Honigeis. Meine Abwandlung besteht darin, dass ich den (festen) Honig erst zugebe, wenn beim Abkühlen der fertigen Eismasse eine Temperatur von 40° erreicht ist.

Im übrigen ist alles ganz einfach. 250 ml Milch und 250 ml Sahne werden mit einer aufgeschlitzten Vanillestange erhitzt, aber nicht gekocht. 6 Eigelb werden über dem heißen Wasserbad cremig aufgeschlagen. Dazu kommt die auf ca. 70° abgekühlte Milch-Sahne-Mischung. Unter Rühren wird die Masse „zur Rose abgezogen“, und wenn die Temperatur dann im kalten Wasserbad bei 40° angekommen ist, kommen 110 g (Raps-) Honig dazu. Rühren, bis der Honig geschmolzen ist, dann weiter kühlen und schließlich bis zur weiteren Verarbeitung in den Kühlschrank stellen.

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Die Masse kommt dann in die Eismaschine und danach in einem passenden Gefäß in den Tiefkühler.

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Besonders gut macht sich die Kombination mit Erdbeeren, und die Konsistenz und der Geschmack dieses Eises sind einfach umwerfend. Sehr gehaltvoll! Deshalb gibt’s nur eine Kugel 😉

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REZEPT Honigeis

 

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