Elsässer Flammkuchen – gehört in jeden Foodblog

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Also auch in diesen. Ich muss meiner Pflicht genüge tun. Und ich tue es gerne. Das liegt daran, dass der Flammkuchen bestens in mein Konzept passt: aus wenigen, aber guten Zutaten etwas wirklich Gutes und vor allem Leckeres zu machen. Der einfache, klassische Flammkuchen, wie ihn traditionell die Elsässer Hausfrauen als Ersatz für die digitale Temperaturanzeige ihrer Öfen „missbraucht“ haben, spielt inzwischen eine eher untergeordnete Rolle. Die Phantasie zahlreicher Köche und Hobbyköche hat dazu geführt, dass man mit ständig neuen Kreationen daherkommt, die mehr an Pizza als an Flammkuchen erinnern. Wer jedoch in diesem Blog öfter als einmal gelesen hat, kann sich jetzt schon denken, dass es klassisch bleibt 😉  . Auch beim Teig. Die ganz, ganz einfache Variante: Mehl, Wasser, Salz und Öl – sonst nichts. Zur Erinnerung: bei der ganz klassischen Form, also dem, was die Elsässer Hausfrauen früher gemacht haben, hat man sich natürlich des gerade vorhandenen Brotteiges bedient, genauso wie für des Verschließen der Keramiktöpfe für den Baeckeoffe. Das heißt, dass fast jeder Brotteig geeignet sein dürfte. Wer aber Flammkuchen zuhause servieren möchte, tut das meist, wenn er die Nachbarn beim Kartenspielen bewirten möchte.

Das wiederum bedeutet, dass der Teig speziell für diesen Anlass angesetzt wird. Und hier empfielt sich die einfache Variante, zumal sie wirklich gut funktioniert. Ein Problem gibt es allerdings: das Ausrollen! Auch nach der üblicherweise angegebenen Ruhestunde im Kühlschrank ist der Teig äußerst wiederspenstig, zieht sich immer wieder zusammen, und zumindest ich, als eigentlich-nicht-Bäcker, habe immer meine liebe Not. Kurzerhand habe ich die Ruhezeit versuchsweise auf 24 Stunden ausgedehnt, und siehe da: kein Stress mehr. Weil man ja den Flammkuchen nun gerne mal ganz spontan machen möchte, drängt sich auch der nächste Schritt geradezu auf: Teig herstellen, ruhen lassen, portionieren, die Portionen schön flach drücken, damit sie schnell auftauen, (vielleicht sogar ausrollen?) und einfrieren. Wenn man dann Crème fraîche (oder Schmand), Speck und Zwiebeln (und Wein!) immer im Haus hat, kann auch jederzeit der unangemeldete Gast erscheinen 😉 .

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Der Teig taut blitzschnell auf. Dann wird er ausgerollt (völlig stressfrei!)…

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… mit Schmand oder Crème fraîche bestrichen, wobei der Rand frei bleibt…

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…mit Speck und Zwiebeln bestreut (völlig egal, ob die nun rot oder weiß sind). Jetzt ist der klassische Flammkuchen fertig vorbereitet für den auf 250° Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen. Aber auch, wenn ich die Pizza-Methode eher ablehne, gibt es natürlich Möglichkeiten zur Verfeinerung. Gesehen und probiert in der Tarterie St. Pauli bei Fabio Haebel: Munster (Münsterkäse) oder Gorgonzola dazu – aber sowas von lecker! Heute ist Resteverwertung angesagt. Kein Gorgonzola, sondern Saint Agur, geht wunderbar…

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…und dann habe ich neulich von einer Variante mit Blutwurst gelesen, die werde ich definitiv ausprobieren. Inzwischen ist er fertig 🙂 .

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Dazu um Himmels Willen keine Cola und auch kein Mineralwasser. Elsässer Wein ist die beste Wahl. Pfälzer oder anderer Weißwein sind aber auch geeignet. Wie auch immer: ALLERBESTER KRAM!

 REZEPT Elsässer Flammkuchen

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